Die EXPO REAL 2025 steht vor der Tür. Auf nach München, heißt es daher für die Bau- und Immobilienbranche. Für mich auch immer ein Weg zu Teilen meiner Familie und zu Top-Mandanten – in eine Top-Stadt.

Top auch in Sachen Wohnraummieten. Nach dem Report „Mapping the World’s Prices – 2025“ vom Deutsche Bank Research Institute liegt München in der Kategorie „Monthly rent for 3 bedroom apartment in city centre“ zwar „nur“ auf Platz 19, was aber Platz 1 der deutschen Städte bedeutet (Bild).

Das sind „nur“ 40% des Wertes des Spitzenreiters New York, ist aber mit einer Zunahme von 31,6% in den letzten fünf Jahren Ausdruck einer großen Dynamik. Aus deutscher Sicht folgt Frankfurt a.M. auf Platz 31 und Berlin auf Platz 33, letzteres mit einer Wachstumsrate von enormen 41,4%.

RangStadtMiete in USDVeränderung in %
1.New York8,388+23.8
2.Singapore6,216+61.6
3.Boston6,091+41.0
4.London5,560+41.1
5.San Francisco5,424-12.1
6.Zurich4,955+25.5
7.Hong Kong4,807+7.1
8.Geneva4,693+28.6
9.Chicago4,683+30.5
10.Dubai4,589+49.2
11.Los Angeles4,462+4.1
12.Sydney4,407+34.3
13.Amsterdam4,230+42.9
14.Dublin4,077+18.6
15.Luxembourg3,822+10.3
16.Paris3,592+17.2
17.Copenhagen3,534+31.8
18.Vancouver3,501+29.5
19.Munich3,377+31.6
20.Milan3,250+15.8
31.Frankfurt2,778+23.8
33.Berlin2,700+41.4
Titel: Monthly rent for 3 bedroom apartment in city centre (USD)FNIAuszug: Dr. Elmar BickertQuelle: Mapping the World’s Prices – 2025″ – Deutsche Bank Research Institute

Berlin weist „nur“ 32% des Wertes des Spitzenreiters New York auf, was den Ruf einer verhältnismäßig günstigen Weltstadt bestätigt und manch eine Enteignungs- und Regulierungsphantasie hysterisch erscheinen lässt. Sicher, die Einkommensseite ist eine andere, dies aber rechtfertigt keine pauschale Bremse oder Deckelung von Mieten oder gar „Vergesellschaftung“.

Und der Deutsche Bank Research Institute-Report weiß auch hierzu Antworten: In der Kategorie „Verfügbares Einkommen nach Abzug der Miete (2 Personen, die arbeiten und eine 3-Zimmer-Wohnung mieten)“ landen Berlin und München auf den Plätzen 16 und 15 (jeweils 237% in Relation zu New York), Frankfurt gar auf Platz 5. Das ist ordentlich und stärkt die Attraktivität dieser Städte.

München hat es aber auch im internationalen Vergleich zur Nr. 1 geschafft. In der Kategorie „Monatliche Grundversorgungskosten (Strom, Heizung, Kühlung, Wasser, Müllabfuhr) für eine 85 m² große Wohnung“ ist München auf Platz 1 (223% in Relation zu New York), Frankfurt auf Platz 3 und Berlin auf Platz 4, letzteres mit einer Steigerungsrate in den letzten fünf Jahren von 45%. Das weitet bei der Frage nach den Wohnkosten den Blick etwas von der reinen Nettokaltmietenbetrachtung zu den Nebenkosten.

Der Report möchte mit den Zahlen auch auf potenzielle Chancen und Risiken für Investoren hinweisen. Eine wichtige Fragestellung des Report ist, gerade auch diese Tage, da der US-Präsident den erfolgreichen US-Metropolen im wahrsten Sinne den Krieg erklärt hat und den Shutdown nutzt, um die Metropolregionen weiter zu beschädigen:

A key question going forward is whether US cities will remain near the top of many of these rankings. Historical patterns of US dollar cycles, combined with ongoing policy shifts in 2025, suggest there’s a meaningful chance that US cities could slip down the list in the years ahead.

Mapping the World’s Prices – 2025″ – Deutsche Bank Research Institute

Betroffen sein könnten tatsächlich New York (Nr. 1), Boston (Nr. 3), San Francisco (Nr. 5), Chicago (Nr. 9) und Los Angeles (Nr. 11), allesamt demokratisch regiert.

Ob europäische und v.a. auch deutsche Städte sich als Alternativen anbieten können, etwa weil in diesen auch morgen noch gut bayerisch („Liberalitas Bavariae“) gilt „leben und leben lassen“, wird sich zeigen.

Auf eine gute Zeit in der bayerischen Landeshauptstadt!


© Copyright by Dr. Elmar Bickert