Ein Geräusch zum Verlieben. Nicht fĂĽr meine Nachbarn. Aber fĂĽr mich und meine Kinder: „Swoosh!“
Wenn der Basketball seinen Weg in den Korb durch das Netz findet. Ein Geräusch wie das Nike-Markenzeichen. Perfekt.
Es war die Bundesbauministerin, die eben im Bundestag davon sprach, man schaffe es mit Teamgeist und den richtigen Instrumenten nicht nur im Basketball 🏀 an die Spitze, sondern auch in der Bauwirtschaft.
Welch motivierendes Bild. Die Deutsche Basketball-Nationalmannschaft: Erst Weltmeister, jetzt Europameister. Bunt und stark. Nicht aufgebend. Das GegenstĂĽck zum verbreiteten Gejammer-Virus im Land. Mit einem Sport, der fĂĽr Einsatz und Teamwork steht, fĂĽr Tempo, Kraft und Taktik.

Kaum ein Sport steht zudem so sehr fĂĽr die Erkenntnis, dass Erfolg zu einem groĂźen Teil auch Einstellungssache ist. Um es mit Michael „Air“ Jordan zu sagen:
„Some people want it to happen, some wish it would happen, and others make it happen.„
Wir brauchen letztere. Bezogen auf die Bauwirtschaft heiĂźt das:
„Bauen, bauen, bauen.“
So auch die Bauministerin in einem aktuellen Interview. Sie hat aber auch das gesagt:
„Gleichzeitig wollen wir die Mietpreisbremse verschärfen.“
Und damit ist sie dann offenbar doch wieder in der Sportart verrutscht, eher beim Golfen gelandet, das irgendwo im gepflegten GrĂĽn sicher seine entschleunigende Berechtigung hat, aber mit Bewegungssport und Teamwork so viel zu tun hat wie die Mietpreisbremse mit der Wohnraumschaffung – nichts.
Also bleiben wir lieber beim Basketball-Mindset. Was zählt? Der „Three-Pointer“: Bauen, bauen, bauen.
„Make it happen!“
Nicht durch ein einsames Putten in ein Erdloch. Nach oben werfen, den Blick und die Baurichtung.
Hochhäuser mĂĽssen her – auch fĂĽr das Wohnen. In Berlin werden gerade viele gebaut und projektiert, das Stadtbild wandelt sich – gut so. Und das Hochhausleitbild wird evaluiert. FĂĽr Visionen, Urbanität und Verdichtung, aber auch fĂĽr einen Mehrwert fĂĽr die Stadtgesellschaft, fĂĽr eine verpflichtende Nachhaltigkeitszertifizierung und auch fĂĽr Wohnhochhäuser mit 100% Wohnnutzung.
In MĂĽnchen hat eben das Verwaltungsgericht Hochhausgegner ausgebremst. In Frankfurt verlangt der Hochhausentwicklungsplan von Hochhäusern nun, „gute Nachbarn“ zu sein, offen und mit Nutzungsvielfalt: Das Hochhaus als nachhaltiger, identitätsstiftender und integrierter Stadtbaustein. „City of Yes!“ heiĂźt das in New York, Bauen in die Höhe, auch fĂĽr den Wohnungsbau und auch jenseits von Manhattan.
Let’s do it.



FĂĽr die Bundesbauministerin darf man, auch weil sie so gerne Adidas in die Kamera hält, an Nike erinnern: „Your job isn’t done until the job is done“ (Nike’s Principles Memo from 1977).
So, ich gehe jetzt Körbe werfen. „Swoosh!“
© Copyright by Dr. Elmar Bickert
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