Wohnungsbau zwischen Masse und Klasse: Zur Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Bau- und Immobilienbranche

Als ein Vertreter der Deutschen Bauindustrie die Tage von "neu denken" sprach, freute ich mich auf neue innovative Ansätze. Ich wurde bitter enttäuscht. Es stellte sich heraus, dass es nur um die Absenkung von Qualitätsanforderungen für den Wohnungsbau und gegen Energieeffizienz ging. Nun sind es dankenswerterweise zwei aktuelle Studien von DEUTSCHE BANK RESEARCH, die das Bild zurechtrücken.

Climate-Neutral Real Estate? Nicht ohne einen verbesserten Steuerungs-, Finanzierungs- und Regulierungsrahmen

In Sachen Dekarbonisierung des Gebäudebestandes geben derzeit Energieeffizienz-Gegner und Wärmepumpen-Hater den Ton an. Doch jenseits von Gasrausch und Kaminruß gibt es auch zukunftsgewandte Stimmen. Am 08.07.2025 erschien die gemeinsame Studie von Allianz und Allianz Trade (ALLIANZ RESEARCH) "The market alone won’t fix it: the dilemma of climate-neutral real estate". Garantiert "ideologiefrei" stellt sie fest, dass der Umbau des Immobiliensektors nicht nur Geld kostet, sondern auch welches erwirtschaftet. Schon im Februar 2025 erschien zudem der „Berliner Nachhaltigkeitsatlas“ der bulwiengesa AG im Auftrag der Berliner Volksbank.

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Zum Immobilien- und Wohnwert in urbanen Lagen: Soziale Immanenz als Minderungsfaktor?

Nach vier Tagen in Frankfurt am Main bin ich wieder zurück in Berlin an der Spree. Zwei Städte, die begeistern - und doch oft gebasht werden. Gerne instrumentalisert: Das für manche Menschen schwer zu begreifende Nebeneinander von einem in Teilen verwahrlosten öffentlichen Raum und einer sehr anziehenden Lebensqualität. Rechtlich interessant wird das, wenn versucht wird, die Folgeerscheinungen von hoher Attraktivität und Anziehungskraft gegen den hohen Wohnwert zu richten.

Der Büroimmobilienmarkt, das Homeoffice und das hybride Arbeiten: Trendverfestigung, CEO-Strategien und Investoren-Optionen

Wenn der ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex (ISI) im März 2025 zum Büromarkt feststellte, es blieben Unsicherheiten bezüglich der Auswirkungen von mobiler Arbeit auf den Büroraumbedarf, kann man angesichts sich verfestigender Trends die Anforderungen an den modernen Büromarkt eigentlich schon recht klar umreißen.