Das IBB Wohnungsmarktbarometer 2026 („Der Berliner Wohnungsmarkt aus Sicht der Expert:innen“), Stand September 2026, ist erschienen – wie immer spannend zu lesen. Im Hinblick auf Klimafaktoren lohnt es sich, das Folgende hervorzuheben:
Bei den drängendsten Problemen im Neubau fällt Klimaschutz kaum ins Gewicht. Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Klimaschutzes im Neubau sind kaum relevant (Rang 12).

Bei den drängendste Problemen im Neubau haben nicht kostendeckende Marktmieten an Bedeutung gewonnen (52,2 %, Rang 3). Zu lange Baugenehmigungsverfahren und zu hohe Auflagen vielen deutlich als Problem zurück.
Umso wichtiger sind klimabezogene Fakoren bei den Anforderungen an das Wohnungsangebot. Im Eigentumssegment ist mit deutlichem Abstand das wichtigste Qualitätsmerkmal ein guter energetischer Zustand (Energetischer Status: niedriger Verbrauch und Emissionen).
Der energetische Zustand setzte sich dabei erneut deutlich von den übrigen Qualitätsmerkmalen als wichtigstes Kaufkriterium ab. Zurückzuführen ist diese Einschätzung u. a. auf die Auswirkung des energetischen Zustands auf die Kosten für Heizung und Warmwasseraufbereitung sowie notwendige energetische Modernisierungen.
Investitionsbank Berlin, Wohnungsmarktbarometer 2026

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Im Mietsegment liegt der energetische Status als weiterhin wichtiges Merkmal für die zukünftige Nachfrage auf dem vierten Rang (55%). Die Miethöhe aber blieb das mit Abstand relevanteste Kriterium.
Im Bestand zeigen sich weiterhin Herausforderungen bei der Umsetzung von Klimaschutz im Bestand, aber deutlich abnehmend (von Rang 5 auf Rang 7 und nur noch 34,3 %).

Im Bestand kam es zudem zu einer bemerkenswerten Verschiebung in der Problembewertung: Mit 52 % lösten die steigenden Neben- und Betriebskosten die zuvor drei Jahre führenden Nettokaltmieten als drängendstes Problem ab. Das wiederum hängt mit der energetischen Qualität des Bestandes zusammen. Wichtig dabei wiederum: Auf Rang zwei findet sich das Problem, dass Modernisierung/Sanierung nicht über marktfähige Mieten finanzierbar ist.
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Ein Schwerpunkt des IBB Wohnungsmarktbarometer 2026 macht die Wärmewende in Berlin aus. Hier ist positiv hervorzuheben, dass Akzeptanzprobleme (19 %) und unpassende Förderprogramme (11 %) kaum als Hindernisse wahrgenommen werden. Die größten Hürden sehen die Befragten klar im wirtschaftlich-regulatorischen Bereich: hohe Investitionskosten (64 %), Komplexität regulatorischer und technischer Anforderungen (48 %), unzureichende Refinanzierung (40 %) und häufige Rechtsänderungen (35 %).
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Herausforderungen und Hemmnisse der Wärmewende weniger im Bereich mangelnder Akzeptanz, fehlender Förderangebote oder mangelnder Datengrundlagen liegen, sondern in der Frage, wie Investitionen unter komplexen und teilweise unsicheren Rahmenbedingungen wirtschaftlich tragfähig realisiert werden können. Sie legen zudem nahe, dass die Umsetzung der Wärmewende im Berliner Gebäudesektor gegenwärtig insbesondere durch die Schaffung von Planungssicherheit, belastbaren Finanzierungs- und Refinanzierungsmodellen sowie durch die Vereinfachung regulatorischer und administrativer Prozesse gestärkt werden könnte.
Investitionsbank Berlin, Wohnungsmarktbarometer 2026
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