Mehrkostenrisiken in Projekt- und Finanzierungsverträgen: „Sprechklauseln“ sind keine Verhandlungs-, Anpassungs- oder Zahlungsklauseln

Vertrag kommt von vertragen. Kennen Sie den Spruch? Grausam. Gerne verwendet von Beratern, die an einem schnellen Vertragsschluss interessiert sind und mit solchen Floskeln harte Vertragsverhandlungen unterbinden und kämpfende Rechtsanwälte isolieren möchten. In meinen Verhandlungen verlieren solche "Schaumschläger" gerne mal den Platz am Verhandlungstisch. Denn professionelle Vertragsjuristen denken für ihre Mandanten nicht in Kuschel-Floskeln, sondern…

Climate Policy & Rule of Law: Von Green Cooperation zu Green Litigation

Green is the defining color. Was klingt wie ein Trigger für Rechtsaußen, stammt aus dem "Joint EU-China Statement on Climate" vom 24.07.2025. "We will work with all partners to accelerate a global, just and inclusive green transition" heißt es auch im "Joint EU-Japan Statement" vom 23.07.2025, hier insbesondere mit dem Bekenntnis zu "Rule of Law". Damit ist der wichtigste neue Player angesprochen, der den Raum betritt. Das Recht. Eigentlich gar nicht neu, aber doch seit dieser Woche nochmals gestärkt, vergleichbar dem neuen Sheriff in der Stadt, der den querschießenden Pistoleros die Knallbüchsen nimmt.

Climate-Neutral Real Estate? Nicht ohne einen verbesserten Steuerungs-, Finanzierungs- und Regulierungsrahmen

In Sachen Dekarbonisierung des Gebäudebestandes geben derzeit Energieeffizienz-Gegner und Wärmepumpen-Hater den Ton an. Doch jenseits von Gasrausch und Kaminruß gibt es auch zukunftsgewandte Stimmen. Am 08.07.2025 erschien die gemeinsame Studie von Allianz und Allianz Trade (ALLIANZ RESEARCH) "The market alone won’t fix it: the dilemma of climate-neutral real estate". Garantiert "ideologiefrei" stellt sie fest, dass der Umbau des Immobiliensektors nicht nur Geld kostet, sondern auch welches erwirtschaftet. Schon im Februar 2025 erschien zudem der „Berliner Nachhaltigkeitsatlas“ der bulwiengesa AG im Auftrag der Berliner Volksbank.

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Zum Immobilien- und Wohnwert in urbanen Lagen: Soziale Immanenz als Minderungsfaktor?

Nach vier Tagen in Frankfurt am Main bin ich wieder zurück in Berlin an der Spree. Zwei Städte, die begeistern - und doch oft gebasht werden. Gerne instrumentalisert: Das für manche Menschen schwer zu begreifende Nebeneinander von einem in Teilen verwahrlosten öffentlichen Raum und einer sehr anziehenden Lebensqualität. Rechtlich interessant wird das, wenn versucht wird, die Folgeerscheinungen von hoher Attraktivität und Anziehungskraft gegen den hohen Wohnwert zu richten.